Systema Golf Academy | Der „Trainingsweltmeister“
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Der „Trainingsweltmeister“

Die meisten von uns kennen diese Situation. In den Vorbereitungen zu einem großen Turnier läuft alles glatt – man trifft den Ball mittig, hat solide Kontakte und kann den Ball (gewollt) in alle erdenklichen Himmelsrichtungen manövrieren.

Dann kommt der Tag „X“ wo es um alles geht. Schon im Vorfeld spüren wir die physische Anspannung und auch unsere ansonsten so positiven Gedanken schwinden und Zweifel an der eigenen Leistung, ja manchmal sogar am eigenen Selbst, schleichen sich langsam zwischen unsere Ohren. Die große Enttäuschung liegt nicht fern…

Schläge die wir im Training ohne Probleme abrufen konnten, lassen sich im Wettkampf partout nicht mehr umsetzen. Kurze Putts, welche man zuvor mit schlafwandlerischer Sicherheit versenkt hat, sehen plötzlich kein Loch mehr. „Alles ist weg…wozu das ganze Training wenn´s im Turnier ohnehin immer daneben geht…“, so die Gedanken des leidgeplagten Golfers.

Falls es Sie beruhigt, Sie sind nicht alleine mit dieser Problematik. Auch im Leistungssport, so sagt man, sind nur 30% der Athleten in der Lage ihr Leistungspotential bei den wichtigsten Veranstaltungen abzurufen.

Die Frage die sich nun aufdrängt: wie schaffen wir es auch im Wettkampf unser volles Potential auf den Platz zu bringen?

Ich möchte hier nicht behaupten, dass jeder Spieler zum permanenten Siegesanwärter transformiert werden kann. Aber mit folgenden Tipps wird man sich definitiv Schläge einsparen können.

Der richtige Trainingsaufbau ist entscheidend!

Der Unterschied zwischen Training und Wettkampf liegt hauptsächlich in den veränderten Rahmenbedingungen. Liegt im Training die volle Konzentration auf dem jeweiligen Schlag, so sind wir im Turnier mit vielen „Ablenkungen“ konfrontiert, die unsere Leistung hemmen und die Lockerheit schwinden lässt. Veränderte Rahmenbedingungen können sich so darstellen: wesentlich oder vermeintlich bessere Mitspieler, Zuschauer, höherer Erwartungsdruck etc. Allesamt externe Faktoren, die unser Denken oftmals negativ beeinflussen!

Wettkampfbedingungen schon im Training herstellen.

Versuchen Sie im Training genau diejenigen Situationen aufzusuchen, welche Sie bei Turnieren auffinden. Dies kann folgendermaßen aussehen:
  1. Spielen Sie im Training mit besseren Spielern oder „Angstgegnern“.Anfangs wird man sicherlich nervös am Tee stehen, aber schon bald werden Sie die erhöhte Drucksituation als „normal“ empfinden. Die Nervosität wird weichen und der gewohnte Rhythmus sowie das Timing werden wiederkehren.
  2. Verlassen Sie ihre Komfortzone. Allzu gerne trainieren wir immer dieselben Schläge, vor allem diejenigen die wir halbwegs beherrschen. Suchen Sie im Training Situationen auf, welche eine Herausforderung darstellen. Variieren Sie Ball-Lage, Schlagvariante, Schlägerwahl, Wetterkondition etc. und wechseln Sie nicht erst den Schläger, wenn ein Schlag „perfekt“ sitzt. Dieser Fall wird niemals eintreten und ist ohnehin nicht erstrebenswert, da sich die Situation am Platz ja auch ständig ändert. Seien Sie kreativ und versuchen Sie Schläge, die man bisher nicht ins Training integriert hat. Viele Studien zeigen, dass Athleten die variabel trainieren im Wettkampf besser abschneiden als jene die monoton en bloque ihre Vorbereitungen „runterspulen“. Im variablen Training wird unser Hirn permanent gefordert und somit flexibler, was wiederum zu besseren Lösungswegen führt, wenn es darauf ankommt!
  3. Denken Sie prozessorientiert. Viel zu oft denken wir schon vor dem Schlag an das Ergebnis. „Rechts ist out“, „hoffentlich landet der nicht im Wasser“…

Bleiben Sie im „Hier und Jetzt“ und konzentrieren Sie sich bei kritischen Schlägen auf einen schönen Rhythmus und ein gutes Tempo. Schon Jack Nicklaus hat gesagt, dass er unter größtem Druck oft „nur“ versucht hat, ein ruhiges Tempo durch den Ball zu schwingen. Sein Fokus lag auf dem Finish und einer guten Balance in ebendiesem.

Trainieren Sie auf der Range verschiedenste Tempi – Vollgas mit 100%, dann runter auf 75%, 50% usw. Bestimmen Sie dann Ihr ideales Tempo, welches von guter Balance und einem sauberen, „haltbaren“ Finish gekennzeichnet sein sollte!

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Ihr Markus Teubner

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